Potenzial für Arbeitszeitverkürzung ist vorhanden
- Montag, 8. April 2013 @ 08:31

Wie die Reaktionen auf Kaskes Ansagen beweisen trifft insbesondere das Thema Arbeitszeitverkürzung ins Schwarze. Etwa wenn die WKO-Generalsekretärin Anna-Maria Hochhauser fordert „Weniger anstatt mehr Belastungen“ dann zeigt das den Zynismus des neoliberalen Kapitalismus, der den Beschäftigten durch Lohn- und Sozialdumping und immer schärfere Rationalisierung alle Lasten zumutet, für das Kapital aber noch mehr Entlastungen fordert.
Wohin die von der Wirtschaft gebetsmühlenartig verlangte Flexibilisierung geführt hat zeigt sich an zwei Kennzahlen: Einerseits daran, dass Österreich mit 41,8 Stunden nach Großbritannien (42,2) die längste reale Wochenarbeitszeit aufweist und dass von den rund 300 Millionen jährlich geleisteten Überstunden rund 70 Millionen ohne Bezahlung oder Zeitausgleich geleistet werden: „Das Potenzial für eine Arbeitszeitverkürzung ist also zweifellos vorhanden“, so der Post-Personalvertreter Robert Hobek.