GLB verlangt Urabstimmung über Handels-KV-Abschluss
- Donnerstag, 6. Dezember 2012 @ 09:49

"Lächerlich, ja sogar absurd" bezeichnet Stingl die erste Stellungsnahme des GPA-djp-Verhandlungsleiters Manfred Wolf gegenüber den ORF. Der meinte, dass mit dem "Aufrundungsmechanismus ein glatter Dreier erreicht" wurde. "Da verwendet Wolf gleichen Taschenspielertrick, wie auf der anderen Seite die ArbeitgeberverhandlerInnen. Die Einen feiern die >>3<< die keine ist, die Anderen die >>3<< die nicht erreicht wurde, aber trotzdem ist. Auf jeden Fall ist der Abschluss weit von den mindestgeforderten 3,5 Prozent entfernt!", so der Linksgewerkschafter.
Laut Stingl geht es aber weder seine Unzufriedenheit, noch um einen zufriedenen "Gewerkschaftswolf". Wichtig sei, was die KollegInnen an den Kassen, Regalen, Verkaufspudeln etc. vom KV-Abschluss halten!
"Jetzt das Ergebnis ohne Zustimmung der zum Protest bereiten KollegInnen zur Kenntnis zu nehmen, ist für mich ein gewerkschafts- und demokratiepolitisch unwürdiges Spiel und eine neuerliche Vertrauenskrise zwischen Gewerkschaft und Mitgliedern ist zu befürchten, bzw. wird viele unorganisierte KollegInnen am Schritt zur Gewerkschaftsmitgliedschaft 'hindern'. Daher eine sofortige Urabstimmung über den vorliegenden Handels-Gehaltsabschluss, damit sie sehen, dass die Gewerkschaft die Interessen der Mitglieder ernst nimmt und sie dazu auch befragt!“ fordert abschließend Josef Stingl.