GLB urgiert offensive Lohnpolitik des ÖGB
- Dienstag, 12. Mai 2009 @ 09:09

Die Demonstration am 13. Mai kann nach Meinung des GLB freilich nur der Anfang sein. Es ist höchste Zeit, dass sich der ÖGB von seiner jahrzehntelang eingeübten sozialpartnerschaftlichen Unterwürfigkeit verabschiedet, mit welcher es der Unternehmerseite in den letzten Jahren recht leicht gemacht wurde. Infolge der defensiven Lohnpolitik des ÖGB wurde jahrelang gerade die Inflation abgegolten, das zeitweise recht kräftige Produktivitätswachstum kassierten die Unternehmer, investierten es freilich kaum in die Unternehmen, sondern verjuxten es lieber auf dem Kapitalmarkt.
Das von Leitl & Co. propagierte Motto „Die Gewinne von heute sind die Arbeitsplätze von morgen“ hat sich längst in Luft aufgelöst, wie der rasante Anstieg der Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit für mittlerweile schon an die 60.000 Beschäftigte beweist. Während die Lohnquote seit Ende der 70er Jahre in den Keller fiel, stieg umgekehrt die Profitquote in bislang nicht gekannte Höhen an.
„Der GLB sieht sich in seiner seit Jahren urgierten offensiven Lohnpolitik bestätigt, ebenso in der Notwendigkeit eines gesetzlichen Mindestlohnes von zehn Euro pro Stunde und einer allgemeinen Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich als Rezept gegen Kurzarbeit, Arbeitsplatzabbau und Überstundenschinderei“, so Antlanger abschließend.
GLB-Flugblatt zur Lohndemo: http://www.glb.at/images/lohndemo.pdf