Privatisierte Post kann Versorgungsauftrag nicht erfüllen
- Donnerstag, 20. November 2008 @ 11:51

Gespannt darf man über die von Wais bejubelte Schaffung der „entsprechenden Rahmenbedingungen für die Post“ seitens der Politik in Form einer Neufassung des Postgesetzes sowie der Universaldienstverordnung sein: „Von einer (teil-)privatisierten Post unter Bedingungen der EU-Liberalisierung des Postverkehrs ab 2011 und einem Management das dem Profitinteresse der AktionärInnen verpflichtet ist einen flächendeckenden Versorgungsauftrag zu erwarten ist die berühmte Quadratur des Kreises“, so Antlanger.
Der GLB rechnet vor, dass im Rahmen des Sozialplanes bis zu 45 Monatsbezüge Abfertigung geboten werden, was umgerechnet etwa zwei Jahre Beschäftigung bedeutet. Statt garantierter saftiger Dividenden für die AktionärInnen wäre der Gewinn der Post AG im Geschäftsjahr 2007 von 163 Millionen Euro umgerechnet ein Potential mit dem rund 4.000 Bedienstete ein Jahr lang beschäftigt werden können.
Für den GLB bleibt im Interesse der Beschäftigten wie auch der Allgemeinheit die Forderung nach Schluss mit Arbeitsplatzvernichtung und Postämterschließungen aufrecht, wozu die Rückführung der Post in öffentliches Eigentum und verfassungsmäßiger Schutz desselben, die Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung mit ausreichend Personal und Filialnetz sowie ein Branchen-Kollektivvertrag der auch für private Postdienste gilt mit einem gesetzlichen Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde, aber auch die Aufhebung der Liberalisierungsrichtlinien der EU gefordert werden.