Die Lenzing AG ist längst kein österreichisches Unternehmen mehr
- Dienstag, 31. Oktober 2006 @ 13:57

In der B&C Holding sind die Industriebeteiligungen der BA-CA geparkt, die 2005 bei einem Umsatz von 1,56 Milliarden Euro einen Gewinn von 134,7 Millionen Euro brachten. Neben der Lenzing AG sind dies der Baukonzern Porr (37,74 Prozent), die Semperit Holding (54,01 Prozent) und die Lotto-Toto-Holding (30,52 Prozent).
UniCredit bzw. HypoVereinsbank planen angeblich den Verkauf der als „nicht zum Kerngeschäft“ gehörenden Industriebeteiligungen an einen Hedgefonds. Die Begierde diverser Investoren an der Lenzing liegt angesichts der Kennzahlen des Unternehmens – im ersten Halbjahr 2006 stieg der Umsatz auf 533,5 Millionen und der Gewinn auf 50,4 Millionen Euro – auf der Hand, wie auch ein Anstieg der Aktienkurses um 30 Prozent zeigt.
Skeptisch ist der GLB zur Rolle des Industriellen und ehemaligen SPÖ-Finanzministers Hannes Androsch als Retter der Lenzing AG und erinnert dabei an die großspurigen Versprechen die Androsch und sein Partner Raiffeisen-Boss Scharinger bei der Übernahme der Salinen AG für das Salzkammergut gemacht und nicht eingehalten haben.