Pharmakonzerne: 30 Prozent für Werbung, nur 15 Prozent für Forschung
- Montag, 25. Juli 2005 @ 12:51

Wenn die Pharmakonzerne Gratismedikamente in einem solchen Umfang an Ärzte oder Apotheken abgeben können, macht dies deren Gewinnspanne deutlich. Die OÖGKK hatte bereits 2003 mit Verweis auf eine Studie des niederländischen Gesundheitsministeriums eine Senkung der Medikamentenpreise um zehn Prozent verlangt. Laut dieser Studie wenden die Pharmakonzerne zwischen 25 und 30 Prozent ihres Budget für Werbung, PR und Marketing auf und nur 15 Prozent für Forschung.
Eine Reduzierung der nicht betriebsnotwendigen und nur dem Kampf um Marktanteile geschuldeten Werbung ist daher höchst notwendig. In Deutschland finden jährlich 25 Millionen Besuche von PharmareferentInnen bei Ärzten statt und manche Ärzte erhalten bis zu sieben Besuche von PharmavertreterInnen am Tag: „Dies zeigt deutlich eine letztlich auf Kosten der PatientInnen, der Krankenkassen und der öffentlichen Hand gehende Fehlendentwicklung“, stellt dazu die GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger fest.