Mittwoch, 4. März 2020 @ 10:33
Der 8. MĂ€rz ist ein Tag des Frauenkampfes, ein Tag, der von Arbeiterinnen gegen die Ausbeutung ihrer Arbeit initiiert wurde. Die Frauen kĂ€mpften vor hundert Jahren fĂŒr Forderungen wie das Wahlrecht, den Achtstundentag, angemessene Gesundheitsvorsorge, gleiche Entlohnung fĂŒr gleiche Arbeit und Abschaffung der Kinderarbeit. Manche Forderungen sind bis heute aktuell. Heute wird der 8. MĂ€rz von der herrschenden Klasse auf sexistischer Basis propagiert, indem die Betonung von Arbeit beseitigt, die Klassenessenz zerstört und der Frauentag dem Muttertag oder Valentinstag gleichstellt wird. Kosmetikfirmen und Banken sind die gröĂten BefĂŒrworter dieser Praxis.
Wenn Gewerkschaftsarbeit weltweit geschwĂ€cht wird, spiegeln sich die Forderungen der Frauen in sexistischen Bereichen, um den Klassenkampf zu verdrĂ€ngen. Wie aus dem Regierungsprogramm ersichtlich ist, wollen die Kapitalisten den Arbeiterinnen, die Zukunft mit Gesetzen, die ihre Ausbeutung schĂŒtzen, stehlen. Gegen diese Angriffe mĂŒssen wir uns gemeinsam organisieren und unsere Zukunft schĂŒtzen.
Frauen sind das wirksamste, richtungsweisendste, vereinende und schĂŒtzende Element der Gesellschaft. Daher ist das Vorankommen der Frauen eine unabdingbare Voraussetzung fĂŒr soziale Gerechtigkeit. FĂŒr eine demokratische und fortschrittliche Gesellschaft ist es wichtig, dass die Frauen gestĂ€rkt und ihre TĂ€tigkeitsbereiche erweitert werden, dass sie bei Bildung, BeschĂ€ftigung, Gesundheit, Politik, Recht usw. Chancengleichheit haben.
Die weltweit diskutierte FrauenidentitĂ€t verkörpert soziale, kulturelle, ethnische, religiöse und Ă€hnliche Unterschiede, die unser soziales, gesellschaftliches und politisches Leben bereichern. Keine soziokulturelle und politische Bewegung kann ohne Beteiligung der Frauen Erfolg haben. FĂŒr uns ist der 8. MĂ€rz der Tag, fĂŒr den Schutz erkĂ€mpfter und Erlangung neuer Rechte zu kĂ€mpfen.
Wir mĂŒssen uns in Gewerkschaften und VerbĂ€nden organisieren und dort eine aktive Rolle ĂŒbernehmen. Gemeinsam mit NGOs, die fĂŒr die StĂ€rkung der Stellung der Frauen, fĂŒr mehr Demokratie arbeiten, werden wir stĂ€rker. Diese Kooperationen mĂŒssen verstĂ€rkt werden. Der 8. MĂ€rz soll fĂŒr alle Frauen, die sich mit viel Hoffnung und Wissen fĂŒr die Freiheit und die Gleichheit einsetzen, der Kampftag werden. Der 8. MĂ€rz muss ein offizieller Feiertag werden.
Rabiya Aslan ist Kindergartenassistentin und GLB-ArbeiterkammerrÀtin in Wien